Naturheilpraxis Matthias Schönfeld - Heilpraktiker

Schulmedizin

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Während manche/mancher vielleicht die Idee hat, dass sich Schulmedizin und Naturheilkunde nicht vertragen, sehe ich die Sache etwas differenzierter.

Zunächst mal möchte ich einige Begriffe, so wie ich sie verstehe klären:

Schulmedizin: Die Medizin, die an den Universitäten im Allgemeinen gelehrt wird, sich jedoch schwer tut zügig neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu integrieren und bewährte Ansätze aus der Erfahrungsheilkunde zu übernehmen.

Kassenmedizin: Ein Kompromiss zwischen dem was schulmedizinisch sinnvoll und was bezahlbar ist. Nach meiner Meinung ist trotz hohem Kostenaufwand der Patient oft im Ernstfall nicht so versorgt, wie man das aufgrund der Kosten annehmen sollte.

Effidenzbasierte Medizin: Eigentlich ein schöner Ansatz, nur die Methoden verwenden zu wollen, die sich belegtermaßen, z. B. anhand von Studien als sinnvoll erwiesen haben. Leider klafft zwischen Ansatz und Umsetzung eine große Lücke. Vor allem nicht berücksichtigt wird der Gedanke, dass jeder Mensch einzigartig ist und deshalb nicht bei jedem Menschen die gleiche Behandlung bei bestimmten Symptomen wirken muss.  Also von der Leistung her mehr oder weniger synonym mit "sparsamer" Schulmedizin.

IGeL-Medizin: Individuelle Gesundheitsleistungen der Ärzte (z. B. aus dem naturheilkundlichen Bereich), die vom Patienten selbst bezahlt werden müssen. Oft sinnvoll, leider aber manchmal auch "lieblos" umgesetzt, so dass der mündige Patient dies als Geldschneiderei wahrnimmt. Für die Naturheilkunde hoffe ich, dass der Patient dann einen mangelnden Erfolg nicht der Methode zuschreibt.

Naturheilkunde

Naturheilkunde sind für mich all diejenigen Verfahren, mit denen der natürliche Zustand "Gesundheit" wieder hergestellt werden kann. Nicht direkt zur Naturheilkunde zählen für mich die Verfahren, die einen Patienten zum "chronisch" Kranken machen. Also z. B. auch die dauerhafte Gabe von Johanniskraut - obwohl ein "Kraut" - bei Depressionen.

Andererseits ist es so, dass sich nicht immer (zumindest mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen) ein für den Patienten passendes "naturheilkundliches" Heilverfahren, dass zu einer echten Heilung führt finden lässt.

Ergänzung

Die Verfahren aus beiden "Lagern" also Schulmedizin und Naturheilkunde können sich sehr gut ergänzen, wenn man die richtige Auswahl trifft. Leider gibt es Verfechter beider Lager, die alles mit den Methoden der einen oder anderen Richtung kurieren wollen (oder müssen?).

Schlimmer finde ich jedoch, wenn jemand aus "Sparsamkeit" auf eine sinnvolle naturheilkundliche Behandlung verzichtet, weil er der Meinung ist, dass doch eigentlich seine Krankenkasse alles bezahlen müsste. Dann besteht nach meiner Ansicht oft eine gute Chance, dass er ins Lager der chronisch Kranken überwechseln muss, da die Schulmedizin für manche Krankheiten die man möglicherweise gut mit Naturheilkunde angehen könnte, eben derzeit nur eine Dauermedikation und keine Heilung vorsieht.

Wer kann sich schon einen Heilpraktikerbesuch leisten?

Für mich lautet die Frage nicht, ob man sich einen Heilpraktikerbesuch leisten kann, sondern eher ob man es sich leisten kann nicht zum Heilpraktiker zu gehen.

Eine Frage der richtigen Balance

Selbstverständlich gibt es eine ganze Reihe von Krankheiten, mit denen man beim Schulmediziner gut oder sogar besser als beim Heilpraktiker aufgehoben ist. Bei manchen Krankheiten können sich Schulmedizin und Naturheilkunde gut ergänzen. Und manchmal ist man eben ganz einfach mit der Naturheilkunde besser bedient. Da das immer schwierig zu entscheiden ist, empfehle ich ein unverbindliches Gespräch beim Heilpraktiker.